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Kunststoffe - Bestimmung der Izod-Schlagzähigkeit (ISO/FDIS 180:2019)

ÖNORM EN ISO 180: 2019 09 01

Zusammenfassung:

Dieses Dokument legt ein Verfahren für die Bestimmung der Izod-Schlagzähigkeit von Kunststoffen unter festgelegten Bedingungen fest. Eine Anzahl unterschiedlicher Probekörper und Prüfanordnungen wird festgelegt. Es werden Prüfbedingungen festgelegt, die sich je nach der Werkstoffart, dem Probekörper-Typ und der Kerbart unterscheiden. Das Prüfverfahren erlaubt das Verhalten festgelegter Probekörper bei den festgelegten Schlagbedingungen zu untersuchen und die Sprödigkeit oder Zähigkeit von Probekörpern innerhalb der Grenzen der Prüfbedingungen festzustellen. Das Prüfverfahren ist geeignet für die Anwendung mit den folgenden Werkstoffgruppen: - steife thermoplastische Form- und Extrusionsmassen, einschließlich gefüllter und verstärkter Mischungen zusätzlich zu ungefüllten Typen, sowie Platten aus steifen Thermoplasten; - steife wärmehärtbare Formmassen, einschließlich gefüllter und verstärkter Mischungen, Platten aus steifen Duroplasten, einschließlich solcher aus Schichtwerkstoffen; - faserverstärkte wärmehärtbare und thermoplastische Verbundwerkstoffe mit unidirektionaler oder nichtunidirektionaler Verstärkung, wie z. B. Matten, Gewebe, Rovinggewebe, geschnittene Fasern, verbundene und Hybridverstärkung; Rovings (Vorgarne) und gemahlene Fasern sowie Platten aus vorimprägnierten Werkstoffen (Prepregs); - thermotrope flüssigkristalline Polymere. Das Verfahren ist üblicherweise nicht für harte Schaumstoffe und Schichtstoff-Verbundstoffe mit Schaumstoffkern geeignet. Gekerbte Probekörper werden ebenso üblicherweise nicht für langfaser-verstärkte Verbundwerkstoffe oder thermotrope flüssigkristalline Polymere benutzt. Das Verfahren ist an die Verwendung von Probekörpern angepasst, die aus Formmassen in den gewählten Maßen hergestellt, aus dem mittleren Teil des genormten Vielzweckprobekörpers (siehe ISO 20753) ausgearbeitet oder aus Endprodukten und Halbzeugen entnommen werden können, wie zum Beispiel aus Formteilen, Schichtwerkstoffen, extrudierten oder gegossenen Platten. Das Verfahren legt Vorzugsmaße für den Probekörper fest. Prüfungen, die an Probekörpern unterschiedlicher Maße, unterschiedlicher Kerbarten oder unterschiedlicher Herstellbedingungen durchgeführt werden, können nicht vergleichbare Werte ergeben. Andere Faktoren, wie z. B. das Arbeitsvermögen des Pendels, die Aufschlaggeschwindigkeit und die Konditionierung der Probekörper können die Ergebnisse ebenfalls beeinflussen. Infolgedessen müssen diese Faktoren sorgfältig überwacht und angegeben werden, wenn vergleichbare Daten gefordert sind. Das Verfahren ist nicht dafür vorgesehen, als Datenquelle für Konstruktionsberechnungen genutzt zu werden. Durch Variation von Prüftemperatur, Kerbgrundradius und/oder Probekörperdicke und Herstellbedingungen können jedoch Informationen über das spezifische Materialverhalten gewonnen werden.

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