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Kunststoffe - Probekörper (ISO 20753:2018)

ÖNORM EN ISO 20753: 2019 01 01

Zusammenfassung:

Dieses Dokument legt die maßlichen Anforderungen sowohl an Probekörper aus Kunststoffmassen, die zur Bearbeitung durch Formgebung bestimmt sind, als auch an Probekörper fest, die durch die mechanische Bearbeitung von Platten oder Formkörpern hergestellt sind. Es enthält die Bezeichnungen und Maße der zur Erfassung vergleichbarer Daten verwendeten Probekörper und auch anderer häufig verwendeter Probekörper. Die folgenden Probekörpertypen sind festgelegt: a) Probekörper Typ A1 und Typ A2 (1 = Spritzguss, 2 = durch mechanische Bearbeitung aus einer Platte oder aus einem Formkörper) Dabei handelt es sich um Zugprobekörper, aus denen durch einfache mechanische Bearbeitung Probekörper für eine Vielzahl von anderen Prüfungen entnommen werden können. Der Probekörper Typ A1 ist ein Vielzweckprobekörper. Ein Vielzweckprobekörper hat den wesentlichen Vorteil, dass alle Prüflaboratorien auf der Basis vergleichbarer Formteile alle im Anhang A genannten Prüfverfahren durchführen können. Folglich stehen die gemessenen Eigenschaften in Beziehung zueinander, da sie alle unter Verwendung von in gleicher Weise hergestellten ähnlichen Probekörpern bestimmt werden. Anders gesagt, kann erwartet werden, dass die Prüfergebnisse für einen gegebenen Satz von Probekörpern durch unbeabsichtigte Unterschiede der Formbedingungen nicht signifikant voneinander abweichen. Andererseits kann, falls gewünscht, der Einfluss der Formgebungsparameter und/oder der unterschiedlichen Zustände der Probekörper problemlos für alle gemessenen Eigenschaften festgestellt werden. Ebenfalls beschrieben werden als Typ Axy bezeichnete verkleinerte Probekörper, wobei x die Nummer des Verfahrens der Probekörperherstellung (1 = Spritzguss, 2 = durch mechanische Bearbeitung aus einer Platte oder aus einem Formkörper) und y eine Nummer ist, die den Maßstabsfaktor (1:y) angibt. Diese können zum Beispiel verwendet werden, wenn Probekörper in ganzer Größe unzweckmäßig sind oder wenn das Probenmaterial nur in kleinen Mengen zur Verfügung steht. b) Probekörper Typ B Das sind Stabprobekörper, die direkt geformt oder aus dem Mittelteil von Probekörpern Typ A1 oder aus Platten oder Formkörpern mechanisch herausgearbeitet werden können. c) Probekörper Typ C Das sind kleine Zugprobekörper, die direkt geformt oder aus Platten (Probekörper Typ D oder Typ F), aus dem Mittelteil von Probekörpern Typ A1 oder aus Platten oder Formkörpern mechanisch herausgearbeitet werden können. d) Probekörper Typ D1 und D2 Dabei handelt es sich um quadratische Tafeln mit einer Dicke von 1 mm bzw. 2 mm. e) Probekörper Typ F Dabei handelt es sich um rechteckige Tafeln, die für die Analyse mechanischer Anisotropie vorgesehen sind. Sofern ein bestimmter Probekörpertyp in dem vorliegenden Dokument nicht genannt ist, bedeutet das nicht, dass die Absicht besteht, den Probekörper von der Verwendung auszuschließen. Weitere Probekörpertypen können in Zukunft noch ergänzt werden, sofern ihr Gebrauch üblich geworden ist.

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