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Schutzkleidung gegen Hitze und Flammen - Prüfverfahren für vollständige Bekleidung - Teil 1: Messung der Wärmeübertragung unter Verwendung einer sensorbestückten Prüfpuppe (ISO 13506-1:2017)

ÖNORM EN ISO 13506-1: 2018 04 01

Zusammenfassung:

Dieses Dokument bestimmt die Gesamtanforderungen, Einrichtungen und Berechnungsverfahren zum Erhalt von Ergebnissen, welche zur Bewertung der Leistungsfähigkeit vollständiger Bekleidungen oder Schutzkleidungsensembles verwendet werden können, die einer Beflammung von kurzer Dauer ausgesetzt sind. Dieses Prüfverfahren legt ein Bewertungssystem zur Charakterisierung des Hitzeschutzes fest, der von einlagigen und mehrlagigen, aus flammbeständigen Materialien bestehenden Kleidungsstücken bereitge-stellt wird. Jeglicher Materialaufbau, wie beispielsweise beschichtet, wattiert oder in Verbundbauweise, kann verwendet werden. Die Bewertung basiert auf der Messung der Wärmeübertragung auf eine lebens-große Prüfpuppe, die im Rahmen einer Brandsimulation in einem Labor mit kontrolliertem Wärmestrom, kontrollierter Dauer und Flammenverteilung einer Konvektions- und Strahlungswärme ausgesetzt wird. Die Daten der Wärmeübertragung werden über einen vorgeschriebenen Zeitraum addiert, um die gesamte Wärmeübertragung anzugeben. Für die Zwecke des vorliegenden Prüfverfahrens wird der einwirkende Wärmestrom auf eine Nennstärke von 84 kW/m2 sowie auf eine Expositionsdauer von 3 s bis 12 s in Abhängigkeit der Risikobewertung und der Erwartungen an die thermische Isolierungsfähigkeit des Kleidungsstücks begrenzt. Die erhaltenen Messwerte gelten nur für die jeweiligen geprüften Kleidungsstücke oder Ensembles und für die festgelegten Bedingungen jeder Prüfung, besonders hinsichtlich des Wärmestromes, der Expositionsdauer und Flammenverteilung. Dieses Prüfverfahren erfordert eine Sichtprüfung, Beobachtung und Inspektion des Gesamtverhaltens der Probe während und nach der Exposition, da das Kleidungsstück oder das gesamte Ensemble an der Prüfpuppe vor, während und nach der Flammenaussetzung aufgezeichnet wird. Bildmaterial vom Kleidungs-stück oder vom gesamten Ensemble an der Prüfpuppe (d. h. Video und Standbilder) wird vor, während und nach der Flammenexposition aufgezeichnet. Dies gilt auch für die Bewertung von Schutzausrüstung für Hände oder Füße, wenn diese nicht mit Sensoren ausgestattet sind. Das Prüfverfahren ist bei den Grenzflächen der geprüften Ensembles auf Sichtprüfung beschränkt. Die Auswirkungen von Körperhaltung und Bewegung sind nicht Gegenstand dieses Prüfverfahrens. Die Wärmestrommessungen können ebenfalls zur Berechnung der voraussichtlichen Hautverbrennungen durch die Exposition verwendet werden (siehe ISO 13506-2). Dieses Prüfverfahren simuliert weder hohe Expositionen von Wärmestrahlung, wie sie bei einer Kurzschlusslichtbogenexposition oder bei einigen Expositionsarten gegenüber Flammen, wo flüssige oder feste Kraftstoffe beteiligt sind, auftreten können noch Expositionen von nuklearen Explosionen.

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