product image
Merken

Persönlicher Schallschutz - Gehörschützer (Farbdruck!)

ÖAL Richtlinie Nr. 13: 2002 10

Zusammenfassung:

Lärm, der mit A-bewerteten energieäquivalenten Dauerschallpegeln von über 85 dB auf unser Ohr einwirkt, ist gehörgefährdend. Er führt bei langjähriger Einwirkung zu einer Hörverschlechterung, die bei einem Teil der Arbeitnehmer in einer Berufskrankheit endet. In Österreich sind circa 400.000 Arbeitnehmer gefährdendem Lärm ausgesetzt. Die Lärmschwerhörigkeit ist eine Krankheit, die Arbeitnehmer im Zuge ihrer Berufsausübung erleiden können. Darüber hinaus können sich viele Menschen durch eine dauernde und vor allem intensive Lärmexposition in ihrem privaten Bereich eine Hörschädigung zuziehen. Beispiele dafür sind Kleinkinder, die an lauten Spielzeugen ihren Spaß haben und junge Menschen, die sich häufig extremer Musiklärmbelastung aussetzen. Aber auch beim Heimwerken und Basteln, bei verschiedenen Hobbys und Sportarten werden die Gehörgefährdungsgrenzwerte für Impuls- und Dauerlärm überschritten. Anrainer und Nachbarn werden dadurch zu Tausenden belästigendem Lärm ausgesetzt und leiden darunter. Es stellt sich daher die Frage, wie sich Lärmexponierte vor den negativen Auswirkungen von Lärm schützen können. Von allen Fachleuten ist unbestritten, dass die technische Lärmbekämpfung an erster Stelle der ins Auge zu fassenden Maßnahmen steht. Dies wird auch eindeutig im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz und in der Maschinensicherheitsverordnung vorgegeben. Lärmminderungsmaßnahmen sollen entweder die Schallentstehung, die Schallübertragung und Schallabstrahlung reduzieren oder den Lärm auf möglichst kleinen Raum beschränken. Sind diese Zielsetzungen nicht erreichbar, dann ist durch technische Maßnahmen der Kreis der von gehörgefährdend lautem Lärm betroffenen Arbeitnehmer möglichst klein zu halten. Auf jeden Fall ist zu vermeiden, dass "ruhige" Arbeitsplätze von lauten Nachbararbeitsplätzen verlärmt werden. Technische Lärmminderungsmaßnahmen können aber nicht in allen Fällen angewandt werden oder sind für die nahe an der Lärmquelle Arbeitenden nicht immer wirksam. In diesen Fällen besteht für die betroffenen Arbeitgeber und Arbeitnehmer die einzige Möglichkeit zum Schutz vor Lärm in der Verwendung von Gehörschutz. Nur der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass dazu auch eine gesetzliche Verpflichtung besteht. Persönlicher Schallschutz bietet sich auch als eine Sofortmaßnahme bis zur Durchführung von technischen Maßnahmen an. Untersuchungen in vielen Ländern haben gezeigt, dass es nicht selbstverständlich ist Gehörschutz zu verwenden. Um Gehörschützer effektiv nutzen zu können, ist es vor allem wesentlich * einen geeigneten Gehörschutz zu verwenden, * den Gehörschutz richtig auf- oder einzusetzen und * den Gehörschutz dauernd zu verwenden. Die vorliegende Richtlinie wendet sich an * alle Lärmexperten, * Arbeitgeber, * Arbeitsmediziner, * Sicherheitsfachkräfte und * alle sonstigen Betroffenen und Interessierten und gibt Hinweise, wie Betroffene mit Gehörschützern vor schädigendem und belästigendem Lärm effizient geschützt werden können.

Zusammenfassung

Dieses Dokument ist in folgenden Versionen erhältlich (Alle Preise sind Netto Preise)

Deutsche Fassung:
Download 0,00 EUR
effects Download 0,00 EUR
Jetzt Updateinfos und für ÖNORMEN AutoUpdates um bis zu -30% nutzen. Mehr lesen...

Vorgängerdokumente
  • ÖAL Richtlinie 13:1979 05
Verwandte Dokumente