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Lärmschutz im Wohnungsbau - Planerische Grundlagen

ÖAL Richtlinie Nr. 26: 1990 01

Zusammenfassung:

Die Wohnung und ihr Umfeld als wichtigste Bereiche regelmäßiger Erholung und sozialen Lebens bedürfen eines besonderen Schutzes vor unerwünschten Schallimmissionen. Dieser Schutz kann durch eine möglichst weitgehende Abstimmung folgender Aspekte in einem möglichst frühen Zeitpunkt der Planung erreicht werden: * Raumordnung und Raumplanung (überörtliche und örtliche Raumplanung), * Objektplanung (Grundrißgestaltung, Raumorganisation, etc.), * konstruktiver Schallschutz (Bauteile, haustechnische Anlagen), * organisatorische Maßnahmen (Benützungsordnungen, Zeitbeschränkungen, etc.). Grundsätzlich sollen raumplanerische Präventivmaßnahmen auf allen Planungsebenen sicherstellen, daß sich besondere Schallschutzmaßnahmen an Objekten erübrigen. Darüber hinaus kann die Erreichung dieses Zieles auch unterstützt werden, wenn Maßnahmen des allgemeinen Umweltschutzes im Auge behalten werden, von denen hier im besonderen emissionsseitige Lärmbekämpfungsstrategien (Verminderung der Schallemission von Kraftfahrzeugen, Verkehrsberuhigung, etc.) erwähnt werden sollen (s.a. Pkt. 2 in dieser Richtlinie, sowie ÖAL-Richtlinien Nr. 21, 23, 23, 29 und 30). Die Planung von Wohngebäuden und ihrem Umfeld soll jedenfalls auch den Schutz von Freiräumen (Loggien, Terrassen, Gärten) berücksichtigen; dies stellt in vielen Fällen auch sicher, daß Wohn- und Schlafräume durch Fensterlüftung störungsfrei belüftet werden können. Ein ausreichender Schallschutz für die Außenbauteile der Wohngebäude ist allerdings selbst in relativ lärmarmen Zonen und ruhigen Hoflagen erforderlich, da * einerseit die einzelnen Schallereignisse aus der Umgebung aufgrund des verhältnismäßig niedrigen Grundgeräuschpegels leichter hörbar werden (und daher stören können) und * andererseits die private Sphäre der Bewohner geschützt sein muß (z.B wenn die innerhalb der Wohnungen stattfindenden vertraulichen Gespräche im Hof nicht gehört werden sollen). Die Notwendigkeit von Schallschutzmaßnahmen zwischen benachbarten Wohneinheiten ergibt sich daraus, daß * einerseits Erholung und Regeneration einer ruhigen Umgebung bedürfen, * andererseits berechtigte akustische Lebensäußerungen (Hausmusik, spielende Kinder, Sprechen) ohne Störungen von Nachbarn möglich sein müssen. Angesichts der in dicht besiedelten städtischen Räumen oft auftretenden Überbeanspruchung der sozialen Kontaktbereischaft gewinnt der Ruheschutz des Wohnbereiches an Bedeutung, kann doch damit dem Wunsch nach Vermeidung akustischer Zwangskontakte entsprochen werden. Im Sinne der oben genannten Ziele für den Lärmschutz im Wohnungsbau behandelt diese Richtlinie Verfahren der Verknüpfung und Koordinierung lärmschutzrelevanter Aspekte bei der Planung und Förderung von Wohnobjekten.

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